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Wie Du Deine Wettbewerber findest und analysierst

Du willst Dich gerne selbstständig machen. Aber noch ist Dir völlig unklar, was Du genau anbieten sollst? Du kannst Dir nicht wirklich vorstellen, was Du besser können solltest, als andere?

Hast Du Dir Deine Wettbewerber denn schon einmal genau angesehen? Kennst Du ihre Stärken und Schwächen? Wenn nein – dann wird’s höchste Zeit!

 

Wettbewerb ist eine tolle Sache

Zuerst einmal: es ist gut Wettbewerber zu haben. Wettbewerb ist ein Zeichen dafür, dass eine Nachfrage für Dein Produkt bzw. Deine Dienstleistung besteht. Dass es ein Bereich ist, in dem jemand erfolgreich sein kann.

Gibt es wirklich noch niemanden, der mit Deinem Produkt Erfolg hat, solltest Du Dich wirklich sehr gut fragen, ob das wirklich daran liegt, dass Du DIE Innovation überhaupt anbieten willst, oder ob es leider einfach echt niemanden gibt, der das kaufen will.

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Macht es überhaupt Sinn, in dieser Branche anzufangen?

Die allererste Frage, die Du Dir stellen solltest, ist, ob die von Dir gewählte Branche oder Nische aufgrund von irgendwelchen externen Faktoren schon unattraktiv geworden ist, oder bald sein wird.

Denk z. B. an die ganzen Hersteller von Solaranlagen – die schwammen im Geld, als der Staat noch großzügige Förderungen für die Anlagen gab. Als die dann wegfielen, gingen sie aber leider reihenweise pleite.

Daher solltest Du Dich auch mit den grundlegenden Dingen in Deiner Branche auseinander setzen und recherchieren, ob es irgendetwas gibt, was gegen sie spricht. Zum Glück ist das in den meisten Fällen nicht so – aber lieber vorher einmal mehr hingesehen, als am Ende etwas elementares übersehen zu haben!

Finde Deine Wettbewerber

Nun lass uns aber in die tatsächliche Wettbewerbsanalyse einsteigen.

Bevor Du irgendetwas analysieren und auswerten kannst, musst Du natürlich erstmal bestimmen, was genau das ist. In diesem Fall: Wer sind überhaupt Deine Wettbewerber? Wer bietet Produkte oder Dienstleistungen an, die dem, was Du machst oder vor hast, ähnlich sind?

Wie oben ja schon gesagt: es ist gut, Wettbewerber zu haben. Nur wo Wettbewerb ist, ist auch ein Markt. Und nur wo ein Markt ist, kannst Du Geld verdienen.

Wie genau und vor allem, wo Du Deine Konkurrenten aber nun findest, hängt nun ganz stark davon ab, was Du genau anbieten möchtest.

Planst Du ein Café aufzumachen, besteht Deine Konkurrenz aus den anderen Cafés in erreichbarer Umgebung. Die sind vermutlich schnell gefunden. Ein kleiner Spaziergang im Viertel reicht oft schon aus. Eventuell willst Du aber auch alle Cafés in der Gegend einbeziehen und siehst Dich z. B. auch in den Nachbarorten um?!

Anders sieht die Sache natürlich aus, wenn Du planst, Dich mit einem Online-Business selbstständig zu machen. Denn da sitzen Deine Konkurrenten theoretisch überall auf der Welt. Ich sage absichtlich theoretisch, denn vermutlich wird das nicht so ganz stimmen.

Sofern Dein Angebot nichts mit einem bestimmten Land zu tun hat, werden die Online-Businesses, die in anderen Sprachen publizieren, schon mal rausfallen. Deine deutschsprachigen Kunden werden wohl kaum auf spanischen Seiten nach Informationen suchen. Vielmehr werden sie sich auf deutsche Seiten konzentrieren.

Nun kannst Du im Internet gezielt nach anderen Seiten mit vergleichbarem Angebot suchen. Auch Facebook oder andere Soziale Netzwerke könnten eine gute Quelle sein, mögliche Mittbewerber zu finden. Sei hier einfach kreativ in Deiner Suche.

Am besten erstellst Du Dir dann gleich eine Liste mit den gefundenen Wettbewerbern.

Sind alle Wettbewerber gleich gut?

Wenn Du Deine Wettbewerber nun aufgelistet hast, kannst Du schon mal grob sortieren. Nicht alle Konkurrenten sind gleich „gefährlich“ für Dich:

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Zum einen gibt es die Marktführer. Das sind z. B. das In-Café oder die führenden Online-Anbieter in Deinem Bereich.

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Dann gibt es die Angreifer, die versuchen, die Marktführer einzuholen bzw. sogar zu überholen.

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Und es gibt die Mitläufer. Das sind die, die sich zwar auf Deinem Markt tummeln, aber nicht wachsen und auch sonst keine besonderen Ideen und Eigenschaften haben.

Die Mitläufer können Dir im Grunde egal sein. Sie sind entweder zu uninspiriert, oder mit ihrem Status quo zufrieden, um weiter zu wachsen. Dein Fokus sollte ausschließlich auf den Marktführern und Angreifern liegen. 

Wähle Deine Kriterien für die Analyse aus

Jetzt wird’s ein wenig kniffliger (aber nur ein bisschen, keine Sorge!). Es geht darum, die Kriterien festzulegen, auf die Du Dich bei Deiner Analyse konzentrieren willst.

Das ist erstens wichtig, damit es auch die „richtigen“ sind. Also die, die den berühmten Unterschied machen und dafür verantwortlich sind, ob jemand in Deiner Branche erfolgreich ist, oder nicht. Und zweitens willst Du ja nicht die nächsten 10 Wochen irgendwelche Datenberge wälzen (urghhh!).

Geh’ die ganze Sache am besten aus der Sicht Deiner Kunden an. Was sind die Kriterien, die sie wählen würden, wenn sie zum Beispiel in ein Café gehen? Ist es die Qualität des Kaffees? Dass der Kuchen selbst gebacken ist? Das kostenlose Wifi? Das schöne Ambiente? Der Parkplatz vor der Tür? Dass Du grüne Smoothies anbietest? usw.

Du bist Dir unsicher, was Deine Kunden wirklich wollen? Dann frag sie! Wenn Du noch keine eigenen Kunden hast, frag die der Konkurrenz. Eventuell solltest Du das so oder so tun.

 

Vielleicht wünschen sich die potentiellen Café-Besucher ja gar keinen Kuchen, sondern kreativ belegte Brote? Oder es gibt eine riesige Nachfrage nach tollem Tee?

Wenn das noch nicht angeboten wird – perfekt! Genau hier ist Deine Möglichkeit, Dich von Deiner Konkurrenz abzuheben und diese Kunden dazu zu bringen, zukünftig bei Dir zu kaufen.

 

Informationen über Deine Wettbewerber finden

Nun geht es an den vermutlich mühsamsten und aufwändigsten Teil – das eigentliche Beschaffen von Informationen. Dazu wirst Du einige Zeit vor Google verbringen, bis Du alle relevanten Infos zusammengetragen hast. Andererseits macht es das Internet uns heute wirklich leicht, kostenlos an relevante Infos zu kommen.

Welche Daten Du nun genau brauchst, hängt natürlich von Deiner Idee ab.

Ein Beispiel:

Unser Cafe. Aus Deiner Befragung weißt Du ja schon, dass sich die Kunden der bestehenden Cafés ein großes Angebot an Tees wünschen. Nun fragst Du Dich:

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Welche Angebote an Tees gibt es bei der Konkurrenz schon auf der Karte (und was fehlt) und

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Wie kann ich mein Angebot gestalten, um die Kunden anderer Cafés dazu zu bringen, zukünftig zu mir zu kommen?

Die erste Frage kannst Du leicht lösen: Besuche die bestehenden Cafés und notier’ Dir, was gibt es und was fehlt in deren Angebot. Darüber hinaus könntest Du andere Cafés, die sich auf Tees spezialisiert haben im Internet recherchieren und Dir Ideen holen, was sie anbieten.

Vielleicht machst Du auch noch eine zweite Befragung, um heraus zu finden, welche Angebot die Kunden sich im Detail wünschen und was Deiner Meinung nach der beste Weg wäre, das Angebot eines Tee-Cafés zu gestalten .

Im nächsten Schritt gehst Du auf das sonstige Angebot ein. Denn nur Tees wird Dein Café ja nicht anbieten wollen.

Auch hierzu sammelst Du wieder möglichst viele Informationen über die Konkurrenz. Was bieten sie an? Was fehlt? Hast Du Ideen, die völlig neu sind, wie z. B. kreativ belegte Brote oder einen wechselnden Mittagstisch?

Versuche so umfassende Informationen wie möglich zu finden. Bei Cafés könnten das auch Dinge sein wie Sauberkeit der Toiletten, WLAN-Angebot, Anzahl und Größe der Tische, Öffnungszeiten usw.

Analyse und Ergebnis

Auf Basis aller gesammelten Informationen kannst Du nun analysieren, was die bestehenden Cafés gut machen und was nicht. Wo gibt es Lücken in deren Angebot, die Du besetzen kannst? Was zeichnet die Marktführer positiv aus? Wo haben auch sie noch Lücken im Angebot oder machen andere Fehler (unsaubere Toiletten z. B.)? Welche Gründe konntest Du dafür finden, dass einige Cafés immer voll sind und andere nicht? Was würden sich Deine Zielkunden wünschen?

Trage alle Daten in eine Tabelle ein. Du kannst Deinen Konkurrenten z. B. Noten oder Punkte für jeden Aspekt geben. So hast Du letztendlich eine Übersicht in der Du problemlos ablesen kannst, welcher Deiner Mitbewerber „der Beste“ ist und warum. Außerdem wirst Du sehen, was genau Dich von den Konkurrenten abhebt.

Hast Du Fragen und Anregungen zu dem Thema? Dann freue ich mich über Deine Kommentare.

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