Die vier Stufen des Unternehmertums und was das für Dein Business bedeutet

Weißt Du eigentlich, auf welcher Stufe des Unternehmertums sich Dein Business aktuell befindet? Und dass sich der Schwerpunkt Deiner Tätigkeiten verlagert, je nachdem, welche Stufe Du erreicht hast?

Bitte was? Stufe? Ja, die gibts und sie sind eine große Hilfe dabei, festzulegen, auf was Du als Unternehmer Dich aktuell am meisten fokussieren solltest.

 

Überfordert von der Masse an Möglichkeiten

Kennst Du das auch? Du stehst tagaus tagein vor der Frage: „Was sollte ich als nächstes tun?“, „Setze ich die richtigen Prioritäten?“ und „Bringt mich das, was ich da gerade tue dahin, wo ich wirklich hin will?“

An jeder Ecke gibt es Informationen und Anleitungen, mit deren Hilfe Du Dein Marketing verbesserst, Dein Business besser organisierst oder erfolgreicher wirst in nur 90 Tagen. Oder. Oder. Oder.

Du hast das Gefühl, Du musst ständig lernen und kommst doch keinen Schritt weiter, weil die Masse der Informationen Dich nur verwirrt, statt Dich schlauer zu machen.

Und so ertappst Du Dich dabei, wie Du ein bisschen hiervon und etwas davon umsetzt und mehr und mehr zu dem Schluss kommst, ein erfolgreicher Unternehmer hat nur schon die Lösung für eine super komplexe Formel gefunden, die Du einfach (noch) nicht kennst?

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Dabei ist es gar nicht so kompliziert

Im Grunde ist es gar nicht so kompliziert. Unternehmertum ist nicht Rocket Science. Vielmehr geht es darum, sich zur richtigen Zeit mit den richtigen Dingen zu beschäftigen. Nicht den dritten Schritt vor dem ersten zu tun, sondern genau das zu machen, was Dein Business im Moment gerade braucht. Und nur das.

Ein Beispiel:

Stell Dir vor, Du bist in Deinem Freundeskreis der Superstar am Grill und hast in den vergangenen Jahren jede Menge tolle Rezepte entwickelt. Weil Du so viel Lob für Deine Kreationen bekommst, möchtest Du sie gerne in einem Grillbuch veröffentlichen.

Womit solltest Du Dich nun als erstes beschäftigen? Mit der Organisation Deiner Verkaufskanäle? Wohl kaum. Zuerst solltest Du Dir natürlich erst einmal überlegen, wie genau Dein Kochbuch aussehen sollte, welche Rezepte Du vorstellst und vielleicht einen Verlag finden.

Dann erst kann verkauft werden.

Logisch, oder?

 

Die vier Stufen des Unternehmertums

Und so wie Deinem Kochbuch geht es im Grunde allen Unternehmen; jedes folgt in seiner Entwicklung vier Stufen

entwickeln – umsetzen – verbessern – ausbauen

Und die Stufe, auf der ein Unternehmen gerade ist, bestimmt, worauf sich der Unternehmer gerade konzentrieren sollte.

Stufe 1: entwickeln

Die erste Stufe beschreibt die Zeitspanne von der Idee bis zum Beginn. Zuerst gibt es noch gar kein Business, sondern nur eine Idee, einen Traum.

Angehende Unternehmer in diese Phase sind oftmals noch fest angestellt, wollen aber raus aus ihrem alten Leben. Große Entscheidungen stehen daher an und führen dazu, dass diese Phase auch gleichzeitig die der größten Ängste, Sorgen und Zweifel ist.

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Soll ich wirklich meinen sicheren Job verlassen?

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Bringe ich wirklich die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse mit, um als Unternehmer erfolgreich zu werden?

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Was muss ich noch alles lernen und organisieren, bevor ich starten kann?

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Hab ich die erforderlichen finanziellen Mittel, um die Anfangszeit durchzustehen?

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Sollte ich mein Business vielleicht nebenberuflich starten? Und wenn ja, schaffe ich Job und Business gleichzeitig?

Angst und Zweifel blockieren viele

Viele Unternehmer haben das Gefühl nicht weiter zu kommen. Verbringen viel zu viel Zeit damit, sich von ihren Zweifeln blockieren zu lassen. viel zu oft sind diese so präsent, dass angehende Unternehmer übersehen, welche großartigen Ressourcen sie im Grunde genommen bereits vor oder in sich haben.

Oft wird viel zu viel Zeit damit verbracht, die Idee auszuarbeiten. Es wird recherchiert, verändert und anderen dabei zugesehen, wie es vermeintlich „schneller und besser“ geht. Aber es wird nicht oder viel zu zögerlich angefangen.

Und das Resultat? Die ganz große Masse verlässt leider nie die Stufe 1. Lässt sich bremsen von Zweifel und Ängsten. Gibt zu schnell auf oder verliert irgendwann die Motivation, weil die Sache mit dem Unternehmertum so überwältigend scheint.

 

Die Lösung für Stufe 1

Geh raus und validere Deine Idee. Und zwar mit Deiner geplanten Zielgruppe. Alleine zuhause kannst du zwar tolle Ideen entwickeln, aber ob sie wirklich Kunden anziehen, die dafür Geld bezahlen, kannst Du erst wissen, wenn Du sie fragst.

Du glaubst gar nicht, wie wertvoll das Feedback potenzieller Kunden ist (und natürlich auch das bestehender) und welche großartigen Erkenntnisse sie Dir bringen können. Sie werden Dir genau sagen,

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Welche Probleme sie in Bezug auf Deine Idee haben?

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Was sie an bestehenden Angeboten vermissen?

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Wie ihr perfektes Produkt aussehen würde?

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Wie sie Deine Idee bisher finden und ob bzw. was sie weglassen und ergänzen?

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Sie überhaupt bereit wären, für so etwas Geld auszugeben?

Es ist ein Kreislauf

Stell Dir das in etwa so vor wie in einem Labor. Aspirin wurde auch nicht über Nacht entwickelt, sondern ist das Resultat eines Entwicklungszyklus. Am Anfang entsteht eine These: „Ich frage mich, ob Wirkstoff X auch gegen Problem Y hilft?“

In Studien wird so lange getestet und verbessert, bis am Ende ein Produkt rauskommt, das die Probleme der potenziellen Kunden berücksichtigt (sie wollen ihre Kopfschmerzen loswerden) und löst (es werden die Kopfschmerzen beseitigt).

Dieser Prozess funktioniert jedoch nur, weil es regelmäßig Feedback von potenziellen Kunden gibt. In der Pharmaindustrie erfolgt das anhand von Patientenstudien. In anderen Branchen über Kundenfeedbacks.

Und genauso, wie ein Pharmaunternehmen keine ungetesteten Medikamente verkaufen sollte (hallo Nebenwirkungen!), solltest auch Du die Probleme und Lösungswünsche Deiner Kunden validieren, um so zu vermeiden, ein Produkt anzubieten, für das es einfach keine Nachfrage gibt.

 

Baue Dein System

Erfolgreiche Unternehmen implementieren Systeme für ihre Tätigkeiten und gestalten Prozesse. Sie sind der Schlüssel dazu, Tätigkeiten zu vereinfachen und zu automatisieren und schaffen so Freiräume für andere Aufgaben.

Dementsprechend ist das Ziel jeder Stufe, ein System zu entwickeln. In Stufe 1 ist es das Validierungssystem.

Es beschreibt die Vorgehensweise, mit der jede neue Idee des Unternehmens zukünftig auf ihre Marktfähigkeit getestet werden. Sprich, mit welcher Methode das Unternehmen seine Kunden befragt, um so erfahren, ob bzw. in welcher Form, aus der Idee ein Produkt werden kann.

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Stufe 2: umsetzen

Dein Business hat die zweite Stufe erreicht, wenn es anfängt Umsätze zu machen. Du hast ein Problem Deiner Zielgruppe definiert und ein dazu passendes Produkt entwickelt, dass die Leute tatsächlich kaufen.

Neben anfänglicher Begeisterung ist diese Phase aber auch geprägt von Überforderung und der harten Realität des Unternehmertums.

Die schöne Vorstellung, wie toll es ist, sein eigener Chef zu sein und arbeiten zu können, wann und wie man will, wird ersetzt durch die Erkenntnis, dass man sich als Chef eventuell überhaupt nicht leiden kann und man entgegen der eigenen Erwartung plötzlich doch selbst und ständig arbeitet.

Hinzu kommt die Verantwortung, die ein Unternehmer zu tragen hat. So schwierig hattest Du Dir das alles vielleicht doch nicht vorgestellt?

 

Du bist auf Stufe 2 angekommen, wenn Du:

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Zwar Umsätze generierst, sie aber sie noch nicht ausreichen, um profitabel zu sein

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Du noch fast alles selber machst, weil einfach noch das Geld fehlt Tätigkeiten auszulagern

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Deine Umsätze noch eher zufällig und keinesfalls konstant sind

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Du Dich regelmäßig fragst, ob sich das in die richtige Richtung entwickeln wird, oder so weiter geht

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Du die Sorge hast, es doch nicht zu schaffen

Worauf Du Dich jetzt konzentrieren solltest

Wie schon gesagt, gibt es in jeder Phase Deines Unternehmens ein System, das Du implementieren solltest, um die nächste Stufe zu erreichen.

Auf Stufe 2 ist es das Sales & Marketing System

Vermeide es daher, zu viel Energie in andere Dinge zu stecken. Deine wichtigste Aufgabe ist es, Dein Sales & Marketing aufzubauen. Nur wenn Dein Unternehmen Umsatz macht, kann es dauerhaft überleben.

Wenn Du also nicht bereits entsprechende Erfahrung auf dem Gebiet mitbringst – lerne Sales & Marketing! Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich Dein Produkt auch ohne intensives Marketing verkauft, ist dermaßen gering, dass ich Dir nicht empfehlen kann, darauf zu hoffen.

Daher, nimm Dir Deine to do-Liste oder Deinen Kalender und frage Dich bei jedem Punkt: „Wie viel Prozent dieser Aufgaben haben zum Ziel mein Sales & Marketing System aufzubauen?“ Und wenn es nicht die ganz große Mehrheit ist, organisier Deine Aufgaben neu und sorge dafür, dass der Großteil Deiner Zeit und Energie in den Aufbau Deines Systems gesteckt werden, damit Du die nächste Stufe erreichen kannst.

 

Stufe 3: verbessern

Bis hier hin schaffen es die meisten Unternehmer. Diese Stufe kann erreicht werden, ohne Tätigkeiten auszulagern. Daher ist sie gleichzeitig aber auch die Grenze für ganz viele Unternehmer. Das liegt nicht daran, dass das Business es nicht hergeben würde. Vielmehr fehlt den meisten Unternehmern die Fähigkeit Prozesse zu installieren und zu delegieren.

 

Du bist auf Stufe 3 angekommen, wenn Du

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Stark wachsende Umsätze und top-Ergebnisse erreicht hast

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Dein Marketing wunderbar „quasi von alleine“ läuft

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Du zwar finanziell dort bist, wo Du hinwolltest, das aber kaum genießen kannst, weil Du immer noch viel zu viel arbeitest und non-stop über Dein Business nachdenkst

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Du nach wie vor der Meinung bist, kaum etwas delegieren zu können, weil „Du es selber am besten machst“

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Du immer noch darauf wartest, endlich den Punkt zu erreichen, wo Du Dir spielend leisten kannst, Tätigkeiten auszulagern

Übrigens: es kann völlig ok sein, auf Stufe 3 zu verharren. Viele Unternehmen laufen wirklich gut in dieser Phase und es besteht kein total dringender Handlungsbedarf.

Du solltest Dich aber fragen, ob Du dadurch nicht eine Menge Potenzial, das noch in Deinem Business steckt, vergeudest!

 

Worauf Du Dich jetzt konzentrieren solltest

Wenn Du das nicht willst, sondern Deinem Unternehmen die Möglichkeit geben willst, weiter zu wachsen, konzentriere Dein Haupt-Augenmerk nun darauf, Prozesse einzuführen und Tätigkeiten entweder zu delegieren (wenn Du schon eigene Mitarbeiter hast) oder auszulagern (z. B. an einen Freelancer).

Also: definiere die Aufgaben und Tätigkeiten, die andere für Dich erledigen können und lagere sie konsequent aus. Engagiere Dir eine Assistentin, einen Social Media Manager etc.

Und mach Dich frei von dem Gedanken, dass andere die Arbeit nicht mindestens genauso gut machen (können), wie Du. Sie machen sie vielleicht anders, aber anders und schlechter sind zwei unterschiedliche Dinge!

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Stufe 4: ausbauen

Wenn Du die vierte Stufe des Unternehmertums erreichst, hast Du Dich (endlich) von vielen Aufgaben des Tagesgeschäfts befreit und somit eine Stufe erreicht, die vielen verwehrt bleibt, weil sie nicht bereit sind, zu delegieren und auszulagern.

Doch mit wachsenden Teams kommen natürlich neue Probleme auf Dich zu. Heutzutage sind immer weniger Leute bereit, dauerhaft Tätigkeiten zu übernehmen, wenn sie sich mit der Unternehmenskultur nicht identifizieren können und den Führungsstil ihres Chefs nicht „vertragen“.

Großartige Leute bekommen nur diejenigen an Bord, bei denen die Unternehmenskultur zu den Mitarbeitern passt und die gut in Mitarbeiterführung sind.

 

Du bist auf Stufe 4 angekommen, wenn Du

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Endlich mehr freie Zeit hast, weil das Tagesgeschäft von Deinen Mitarbeitern erledigt wird

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Du Dich vor allem um strategische Fragen und die Mitarbeiterführung und -motivation kümmerst

Übrigens: viele Unternehmer haben ein wirkliches Problem damit, mit ihrer neu gewonnenen freien Zeit umzugehen. Statt ihre Energie nun auf das weitere Wachstum des Unternehmens zu fokussieren, neigen sie dazu, ihre Mitarbeiter viel zu stark zu kontrollieren und sich im micro-Management zu verlieren.

Genau hier liegt aber die Gefahr: wenn Du gute, selbstständig arbeitende Mitarbeiter haben will, dann musst Du sie auch selbstständig arbeiten lassen! Denn sonst läufst Du Gefahr, dass sie schneller wieder weg sind, als Dir lieb ist.

 

Worauf Du Dich jetzt konzentrieren solltest

Deine Hauptaufgabe als Unternehmer in dieser Phase ist der Auf- und Ausbau Deiner Leadership skills. Lerne, wie Du die besten Talente engagieren kannst, wie gute Mitarbeiterführung funktioniert. Fokussiere Dich darauf, die besten Teams zu gestalten und eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der sich Deine Mitarbeiter wirklich wohl fühlen

Oder

Engagiere jemanden, der diese Aufgaben für Dich übernimmt und kümmere Dich hauptsächlich um die strategischen Fragen Deines Unternehmens. Oder nutze Deine freie Zeit, ein zweites Business zu starten.

Egal wie: finde heraus, was Dich wirklich antreibt und triff die entsprechenden Entscheidungen. Willst du ein Business zwar aufbauen, aber nicht führen, handele entsprechend!

 

Ein paar abschließende Worte

Natürlich verlaufen die vier Stufen des Unternehmertums fliessend und kein Business ist immer zu 100% in einer Stufe. So einfach ist es in der Realität ja nie. Allerdings wird zu jeder Zeit eine Stufe dominieren und entsprechend dieses Schwerpunktes sollten auch Deine Tätigkeiten und Aufgaben organisiert sein.

Hast Du Fragen und Anregungen zu dem Thema? Dann freue ich mich über Deine Kommentare.

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