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Finanzplanung für Anfänger – Was kostet eigentlich Dein Leben?

Ein Business aufzubauen kostet Geld. Immer. Denn selbst, wenn Du keinen Kredit aufnehmen musst, um Dein Unternehmen aufzubauen, hast Du erst mal Ausgaben. Und auch wenn Du für den eigentlichen Start nur minimale Kosten hast, ist ein ganz signifikanter Kostenblock immer da: Deine Lebenshaltungskosten!

Kannst Du mir aus dem Kopf sagen, welche Ausgaben Du genau monatlich hast? Und vielleicht auch noch, woran Du sparen kannst? Nein? Dann wird es höchste Zeit, das herauszufinden!

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Dein Business muss auch Dein Gehalt bezahlen

Auch wenn es Dir wie eine Selbstverständlichkeit vorkommt, lass es mich noch mal betonen:

Dein Business muss auch Dein Gehalt bezahlen!

Und zwar nicht erst irgendwann – sondern von Tag 1 an!

Dabei rede ich hier nicht darüber, dass Du selbstverständlich von Deinem Business leben können möchtest. Vermutlich sogar nicht nur das. Jede von uns möchte sich durch ihr Business doch sicher in nicht allzu ferner Zukunft ein schönes und ausreichendes Gehalt zahlen können. Logisch. Für irgendwas muss die viele Arbeit doch gut sein.

 

Das wird es aber nicht von Anfang an können

Ich rede von etwas ganz anderem:

Wenn das Geld, was Du zum Leben brauchst, anfangs noch nicht aus Deinem Business kommt – woher kommt es dann?

Denn logischerweise wird Dein Business nicht ab Tag 1 riesige Umsätze haben. Vielmehr wird es eine Zeit dauern, bis Du überhaupt Umsätze erzielst. Und auch dann werden sie erst klein sein und nur nach und nach wachsen.

Du musst also sicherstellen, dass Du in der Zeit, bis Du ein Gehalt aus Deinem Business bekommen kannst, auch Deine Ausgaben wie Miete, Auto, Essen, Sport etc. deckst.

 

Finanzplanung für Anfänger – Unternehmerlohn

Zu Beginn solltest Du also herausfinden, wie viel Geld Du eigentlich momentan wofür ausgibst und, welche Kosten davon reduziert oder vermieden werden können.

Wichtig: Es geht nicht darum, dass Du Dir zukünftig nichts mehr gönnen sollst oder darfst! Natürlich sollst Du auch weiterhin ausgehen, Deinen Sport machen und Dir Dinge gönnen, die Dich glücklich machen.

Streichen oder überdenken solltest Du lediglich das, was Du auch streichen kannst. Das ist total individuell und bei jeder von uns was ganz anderes. Mehr dazu aber gleich.

 

1. Wohnen

In diesen Block – vermutlich auch der -größte – fallen zuerst einmal Deine Kosten fürs Wohnen. Die sind fix, sprich sie fallen jeden Monat in gleicher Höhe an. Kannst Du sie beeinflussen? Möglicherweise schon. Je nachdem, wie Du aktuell lebst.

Als ich meinen Job gekündigt habe, wohnte ich zum Beispiel mitten in Frankfurt in einer großen Wohnung mit Garage für schlappe 1.100€ im Monat. Konnte ich mir dank meines gut bezahlten Jobs easy leisten. Aber ohne fixes Einkommen schon 13.200€ Kosten am Bein zu haben, nur fürs Wohnen?

Fand ich zu hoch. Also bin ich dort ausgezogen und hab mir eine kleinere Wohnung auf dem Land gesucht, die mich nur noch 400€ im Monat kostet. In Summe ganze 8.400€ gespart. Jedes Jahr!

Wie weit Du Dich einschränken willst und kannst, hängt natürlich stark von Deiner aktuellen Lebenssituation ab. Nicht jeder möchte in eine kleinere Wohnung oder WG ziehen. Oder Du hast vielleicht sogar Eigentum und kannst an Deiner Finanzierung gar nichts drehen? Dann ist das halt so. Richtig oder falsch gibt es hier nicht (und bei den folgenden Punkten auch nicht!).

 

2. Lebenshaltung

Das sind alle Ausgaben, die Du fürs tägliche Leben hast. Da rein fallen alle Ausgaben für Lebensmittel, Körperpflege, Hausrat (Putzmittel etc.) und Deine Kleidung. Diese Kosten sind – im Gegensatz zur Miete – nicht jeden Monat gleich, sondern schwanken und sind stark von Dir beeinflussbar.

Ganz wichtig für Deine Planung ist, dass Du mit den Kosten rechnest, die in „teuren“ Monaten anfallen. Schließlich willst Du Dir weiterhin auch Dinge leisten (können), die Dir Freude bereiten, wie Essen gehen, Kino oder Cocktails. Und natürlich kannst und sollst Du auch nicht komplett aufhören, Kleidung zu kaufen.

An welchen Kosten Du noch schrauben kannst und welche für Dich „einfach sein müssen“, ist natürlich ganz alleine Deine Entscheidung. Jede von uns hat andere Prioritäten, Wünsche und Ziele. One-fits-all gibt’s hier nicht.

Dennoch solltest Du ehrlich zu Dir sein und mal eine Weile beobachten, wo Dein Geld eigentlich bleibt. Erst dann kannst Du sicher sagen, wo Dein Geld eigentlich so bleibt und wie hoch Deine Ausgaben für Lebenshaltung jeden Monat liegen. Und vielleicht geht’s Dir ja auch wie mir und Du bist positiv überrascht, wie viel günstiger Du Dein Leben gestalten kannst, wenn Du bewusst einige Dinge änderst.

 

Ein kleines Beispiel von mir

Als ich noch in meinem alten Job gearbeitet habe, bin ich fast jeden Morgen vor der Arbeit und mindestens 3x die Woche auch noch nachmittags in den Coffee-Shop nebenan gegangen und hab mir ein Frühstück und/oder einen Kaffee gekauft. Dazu war ich noch im Schnitt 3-4x die Woche mittags auswärts essen (in Frankfurt City macht das schnell mal 15-20€ pro Mahlzeit!).

In Summe macht das schon mal locker 300-400€ jeden Monat! Dazu kommen die normalen Lebensmittel und Körperpflege, abendliches Ausgehen und natürlich die höheren Kosten für die Businesskleidung, die ich in der Bank nun mal brauchte.

Mittlerweile sieht das schon wieder ganz anders aus: Ich wohne auf dem Land und trinke meinen Kaffee vorwiegend zu Hause. Essen gehe ich seltener und natürlich trage ich bei meiner Arbeit zu Hause auch kein Kostüm (für mich ein ganz entscheidender Pluspunkt übrigens ;-)), sondern kaufe nur noch bewusst dann neue Kleidung, wenn ich sie wirklich brauche. Dementsprechend sind meine Kosten in diesem Bereich heute gut und gerne nur noch halb so hoch.

Und ich spare an nichts, was mir wirklich wichtig ist! Ich gehe weiterhin Essen, kaufe hochwertige Lebensmittel, trinke den Wein, der mir schmeckt und nicht den, der der günstigste ist, und trage auch weiterhin die Kleidung, die mir gefällt.

3. Versicherungen

Diese Übung ist eine tolle Gelegenheit Deine Versicherungen mal wieder zu überprüfen. Hast Du alle notwendigen Risiken abgedeckt? Könntest Du bestimmte Sachen günstiger und/oder besser versichern? Brauchst Du neue Versicherungen, wenn Du Dich jetzt selbstständig machst (Stichwort Krankenversicherung und Rente!)?

Wenn Du einen Überblick darüber hast, welche Versicherungen Du brauchst, kannst Du Deine Verträge aktualisieren und etwaige überflüssige Policen kündigen. Und schon kennst Du Deine Ausgaben für diesen Punkt.

 

4. Freizeit

In diesen Bereich Freizeit fallen alle Ausgaben, die Du bei den Lebenshaltungskosten noch nicht bedacht hast. Fitnessstudio, Sportverein, ADAC oder sonstige Abos. Hier sammelt sich schnell einiges an, was wir mal so nebenbei abgeschlossen und danach nie wieder beachtet haben.

Bevor ich meinen Job gekündigt habe, bin ich echt überrascht gewesen, was

sich da alles angesammelt hatte. Jeder Vertrag für sich genommen war vielleicht nicht teuer, in Summe kam da aber ganz schön was zusammen. Es lohnt sich also, das alles mal durchzugehen und die überflüssigen Verträge zu kündigen.

In den Bereich Freizeit fällt übrigens auch noch das Reisen. Vergiss nicht, dass Du auch dafür Geld benötigst. Und selbst wenn es keine Fernreisen sind, so willst Du vielleicht doch mal das ein- oder andere Wochenende ans Meer fahren, oder Freunde besuchen.

 

5. Sonstiges

Hast Du ein Auto? Was kostet Dein Handyvertrag? Hast Du alle Nebenkosten fürs Wohnen auf dem Schirm (Internet, TV-Abo, Strom etc.)? Sonstige noch nicht berücksichtigte Abos und Verträge? Hast Du noch laufende Kredite, die Du bedienen musst? Oder zahlst Du Unterhalt?

Sprich auch mit Deinem Steuerberater, welche Rücklagen für die Steuern Du bilden solltest!

Kontrollier’ sorgfältig, ob Du wirklich an alles gedacht hast. Einerseits kannst Du Überflüssiges dann gleich kündigen und andererseits bist Du Dir auch wirklich sicher, dass Du alle Kosten beachtet hast.

6. Last, but not least – die Reserve

Plane immer und unter allen Umständen eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben ein. Du kaufst Geschenke für Geburtstage, die Waschmaschine geht kaputt, Dein Auto muss in die Werkstatt, oder eine Behandlung beim Zahnarzt steht an. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für ungeplante Ausgaben. Sei clever und sorge vor – plane immer mit Reserve!

Voila – nun kennst Du die Kosten Deines Lebens

Wenn Du nun alle diese Punkte abgearbeitet hast, kennst Du die Kosten Deines Lebens. Den Betrag, den Du monatlich brauchst, um vernünftig leben zu können.

Wie schon gesagt – es gibt hier kein richtig oder falsch. Ich kann Dir nicht per se sagen, ob es vernünftig ist, einen Betrag X fürs Wohnen auszugeben. Vielmehr sollte in Deinen Gedanken die Frage eine Rolle spielen, was ist für Dich wichtig und unverzichtbar. Welche Ausgaben sollen bleiben und auf was kannst Du verzichten?

 

Plane nicht nur mit Reserve, sondern denk immer auch an den Notfall

Und noch was! Was wir hier machen, ist eine Planung für die Zukunft mit dem Ziel, festzustellen, wie viel Geld Du vermutlich brauchen wirst. Da aber niemand von uns die Zukunft vorhersagen kann (hallo Glaskugel!), müssen wir tendenziell immer eher davon ausgehen, dass es teurer wird, als vermutet.

Denn auch wenn Dir gleichzeitig Waschmaschine, Auto und Gebiss ausfallen, musst Du ja irgendwoher das Geld haben, das zu bezahlen! Nichts wäre blöder, als wenn Du in der Anfangsphase Deines Business, wo Du ja eh schon total beschäftigt bist, auch noch zusätzlichen Stress bekommst, weil Du plötzlich nicht mehr weißt, wie Du Deine Miete zahlen sollst!

Hast Du Fragen und Anregungen zu dem Thema? Dann freue ich mich über Deine Kommentare.

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