Warum Du nicht BWL studiert haben musst, um eine erfolgreiche Unternehmerin zu werden

Worauf kommt es wirklich an, wenn jemand erfolgreiche Unternehmerin werden will?

In den letzten Wochen habe ich viel zum Thema „sich selbstständig machen“ im Internet recherchiert und bin dabei immer wieder auf eine Aussage gestoßen:

„Wenn Sie keine BWL-Kenntnisse mitbringen, können Sie kein Unternehmen gründen.“

Am besten solle jede von uns langjährige Erfahrung haben mit Buchführung, Finanzplanung, Controlling und Finanzierung. Dazu noch Führungs- und Managementerfahrung. Und sich bestens auskennen mit Marktanalyse, Arbeitsrecht und Risk Management.

Wenn Du mich fragst – kompletter Blödsinn! Das suggeriert doch jeder, die keine langjährige Erfahrung mit diesen Dingen hat, dass sie sich entweder gar nicht eignet oder erst noch viel Zeit damit verbringen muss, dieses Wissen in irgendwelchen Kursen zu lernen, bevor sie überhaupt anfangen kann.

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Jede von uns hat Erfahrung in BWL

Dabei, ganz ehrlich, hat jede von uns betriebswirtschaftliche Erfahrung. Aus unserem Alltag!

Wenn Du Dir ein Auto kaufst, gehst Du ja auch erst mal in diverse Autohäuser und guckst auf den Webseiten der Hersteller bzw. denen für Gebrauchtwagen, welche Angebote es gibt. Du vergleichst die Angebote und suchst letztendlich das heraus, was zu Deinen Wünschen am besten passt.  -> Du machst eine Marktanalyse!

So ein Auto ist dazu ja auch nicht ganz preiswert. Da ist zum einen der Preis für die Anschaffung und dann sind da noch die laufenden Kosten für Steuern, Versicherung und Benzin. Dann stellt sich ja auch die Frage, bezahle ich bar (und bekomme Rabatt) oder nutze ich eine Finanzierung. Sicherlich wirst Du Dich dann mal hinsetzen und Dir überlegen, welches Angebot unterm Strich das günstigste ist, wenn Du all diese Faktoren berücksichtigst. Und voila -> Du machst Finanzplanung!

 

Was Du heute noch nicht weißt, kannst und wirst Du lernen

Betriebswirtschaftliche Entscheidungen haben meistens viel mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun, als Du jetzt vielleicht denkst. Natürlich gibt es bestimmte Methoden aus der BWL, die hilfreich sind (deshalb werde ich sie Dir hier auf dem Blog auch nach und nach vorstellen!). Aber all dieses Wissen kannst Du Dir nach und nach aneignen. Wenn es an Tag 1 Deiner Selbstständigkeit noch nicht da ist. Kein Ding!

Übrigens: Ich hab in meinem Job viele junge Kollegen ausgebildet, die als BWL-Absolventen frisch von der Uni kamen und im Grunde gar keine Ahnung hatten. Denn auch sie mussten erst lernen, wie sie dieses Wissen anwenden. Und das haben sie auch erst nach und nach getan. Und das, obwohl sie formal doch sogar das Zertifikat mitbrachten, ein Unternehmen zu verstehen.

Du siehst also: Ein Abschluss in BWL ist sicher nicht das, was Du unbedingt brauchst, um eine gute Unternehmerin zu werden.

 

Was Du viel dringender mitbringen musst, um erfolgreiche Unternehmerin zu sein

Es gibt ein schönes Zitat von Anita Roddick, der Gründerin von The Body Shop:

Wie recht sie damit hat! Nicht Deine Abschlüsse und Diplome allein entscheiden darüber, ob Du erfolgreich sein wirst, sondern Deine Einstellung und Deine Eigenschaften.

 

Die wichtigsten Eigenschaften für erfolgreiche Unternehmerinnen

Und da gibt es ein paar, die ganz besonders wichtig sind:

 

1. Beharrlichkeit

Es gibt viele Geschichten von erfolgreichen Unternehmern, die, obwohl vermeintlich alle Zeichen gegen sie und ihr Projekt gesprochen haben, einfach niemals aufgegeben haben. Sie haben so lange weiter gemacht, bis sie erfolgreich waren.

Richard Branson ist so einer. Lange hatte er keinen Erfolg. Aber er hat nie aufgegeben und beharrlich weiter an seiner Idee gearbeitet. Heute besitzt er mehrere Unternehmen und mehr Geld, als er vermutlich in seinem Leben wird ausgeben können.

 

2. Motivation

Der eigene Boss sein und arbeiten können, wann und wie man will, ist eine tolle Sache. Aber bringst Du auch die erforderliche Motivation mit, trotzdem genug zu arbeiten und Dich nicht zu oft ablenken zu lassen?

Erfolgreiche Unternehmerinnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein hohes Maß an Eigenmotivation mitbringen. In der Regel begründet sich das vor allem darauf, dass sie lieben, was sie tun! Mit und an etwas zu arbeiten, das Du liebst, setzt ungeahnte Motivation in Dir frei und ist eine ganz wichtige Stütze in Zeiten, in denen es mal nicht so läuft.

3. Vertrauen

Wie sicher bist Du Dir, dass Du es als Unternehmerin schaffen wirst? Dass Dein Business das Potenzial hat, Dich dauerhaft zu finanzieren und zufrieden zu machen? Oder sogar noch das Potenzial mitbringt, viel mehr als das zu werden?

Kennst Du das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung? Das besagt nämlich, dass das, was Du erwartest, auch eintreten wird. Daher: hab Vertrauen in Dich und Dein Business. Glaube daran, dass Du alles, was es braucht, um erfolgreich zu sein, bereits mitbringst bzw. auf Deinem Weg noch lernen wirst!

Wenn Du das tust, wird etwas Wunderbares passieren: Je mehr Du daran glaubst, desto selbstbewusster und überzeugter wirst Du werden! Und damit dann die Voraussetzungen schaffen, dass es auch tatsächlich eintritt.

 

4. Emotionale Stabilität

Ein Unternehmen zu gründen ist keine einfache Sache. Gerade zu Beginn Deiner Selbstständigkeit wirst Du Rückschläge erleben und Kritik einstecken müssen. Da ist es ganz wichtig, dass Du einen Weg findest, damit gut umzugehen. Rückschläge gehören dazu und Kritik, wenn sie konstruktiv ist, kann Dich vielleicht weiter bringen, als Du im ersten Moment denkst.

Wichtig ist, dass Dich diese Dinge im Kopf nicht derart blockieren, dass Du keine Energie mehr für das wesentliche, nämlich den Aufbau Deines Unternehmens hast! Such Dir daher möglichst Wege, damit umzugehen. Ein Gesprächspartner, mit dem Du Dich konstruktiv zu solchen Themen austauschen kannst, ist zum Beispiel eine tolle Hilfe.

 

5. Risikobereitschaft

Dabei meine ich weniger, dass eine Selbstständigkeit immer mit Risiken verbunden ist. Eine Festanstellung ist schließlich auch keine risikofreie Komfortzone.

Ich meine viel mehr, dass Du im Rahmen Deiner Selbstständigkeit häufig damit konfrontiert sein wirst, Entscheidungen zu treffen, deren Ausgang Du heute noch nicht kennst. Mietest Du einen Laden für ein Jahr an, hast Du Kosten, weißt aber vor der Eröffnung nicht sicher, ob der Laden wirklich laufen wird. Hast Du Ideen für 2 konkrete Produkte, wirst Du Dich entscheiden müssen, mit welchem Du anfängst und welches noch etwas warten muss.

Wichtig ist, dass Du diese Risiken bewusst eingehst. Dass Du alle Vor- und Nachteile vernünftig abwägst und auch Deine persönliche Situation nicht aus den Augen lässt. Jemand mit hohen Rücklagen kann andere Entscheidungen treffen, als jemand, der über keinerlei finanzielle Mittel mehr verfügt.

6. Durchsetzungsbereitschaft

Vielen fällt es schwer, einen gesunden Mittelweg zu finden, zwischen Kooperationsbereitschaft und Kompromisslosigkeit. Der ist aber erforderlich, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Denn zu „nett“ zu sein und letztendlich ausgenutzt zu werden, bringt Dich ebenso wenig nach vorne, wie das Vermeiden jedweder Kooperation.

Daher ist es sehr wichtig, dass Du Dir Deine legitimen Interessen bewusst machst und sie auch kommunizierst. Denn natürlich möchtest (und musst!) Du mit Deinem Business Geld verdienen. Wenn Du also zum Beispiel eine Kneipe betreibst, kannst Du natürlich nicht jeden zweiten Kunden bei Dir umsonst trinken lassen. Einigen guten Kunden manchmal ein Bier aufs Haus zu spendieren, wird aber sicherlich dafür sorgen, dass sie Stammkunden bleiben, oder auch werden.

 

7. Ungewissheitstoleranz

Ungewissheitstoleranz und Risikobereitschaft gehen Hand in Hand. Bei der Risikobereitschaft wird unterstellt, dass klar ist, welche Möglichkeiten bestehen, sodass sich jemand klar entscheiden kann. Im Gegensatz dazu sind bei der Ungewissheitstoleranz keine klaren Wege zu erkennen. Die Situation ist derart neuartig, dass völlig unklar ist, wo die Reise hingehen wird.

Wie viel Ungewissheit jede von uns verträgt, ist total individuell. Als Unternehmerin brauchst Du jedoch eine gewisse Freude daran, kreativ mit unbekannten Situationen umzugehen und Lösungen zu entwickeln. Je mehr Chancen Du im Unbekannten siehst, desto weniger Probleme werden tatsächlich auch eintreten.

Hast Du Fragen und Anregungen zu dem Thema? Dann freue ich mich über Deine Kommentare.

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