Vergiss die Konkurrenz – so kreierst Du Deine eigene Nische

Eine der größten Herausforderungen für angehende Blogger und Online-Unternehmen ist sicher das hier: die eigene Nische finden.

Eng soll sie sein, aber nicht zu eng. Klar abgegrenzt soll sie sein, Dir aber dennoch genug Raum für kreative Entfaltung lassen. Klingt alles wahnsinnig logisch und doch ist es in der Umsetzung total schwierig. Gerade, wenn Du ganz am Anfang stehst.

Und das blöde ist: Ich werde Dir hier auch nicht wirklich etwas anderes dazu erzählen, denn all diese Punkte sind absolut korrekt. Es stimmt, dass Du Dich fokussieren musst und dass Du Dich so zu Beginn viel leichter tust, erste Kunden zu gewinnen.

Was aber leider viel zu wenige sagen (oder zugeben), ist, dass es gar nicht einfach ist, die eigene Nische zu finden. Und eigentlich geht es auch gar nicht ums Finden, sondern vielmehr ums Gestalten.

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Nische finden vs. Nische kreieren

Denn Du bist ja kein Unternehmer (geworden), um Dir den Hut von jemand anderem aufzusetzen. Sondern, um Deinen eigenen Hut zu kreieren. Und genauso verhält es sich auch mit Deiner Nische.

Wenngleich Du vermutlich nicht das Rad neu erfinden wirst (oder die Glühbirne, das iPhone und ähnliche weltverändernde Dinge), kann und soll es nicht Dein Anspruch als Selbstständiger sein, eine Kopie von etwas zu sein, dass es schon gibt. Vielmehr bist Du ein Original und genau das willst Du auch für Dein Business.

 

Einzigartigkeit hat keine Konkurrenz

Hinzu kommt: wenn Du einzigartig bist, hast Du damit die Konkurrenz komplett ausgeschaltet. Das, was Deine Kunden bei Dir bekommen, gibt es nirgendwo sonst.

Und dabei ist Einzigartigkeit oft leichter zu „bekommen“, als gedacht. Du musst nichts revolutionär anderes tun oder anbieten. Bereits Kleinigkeiten, die Dich von anderen abheben, sorgen dafür, dass Du als „besonders“ wahrgenommen wird.

Dies kann Deine Art sein, Dein Prozess, Details Deines Angebots usw.. BereitsKleinigkeiten sind da womöglich entscheidend und machen den besonderen Unterschied aus.

 

Nehmen wir die vielen Berater und Coaches als Beispiel:

Ich bin da ja keine Ausnahme. Jeder Berater oder Coach ist inhaltlich ersetzbar. Das reine Wissen ist nicht das, was jemanden bzw. seine Beratung ausmacht oder abhebt. WIE es jemand vermittelt, ist entscheidend. Hier spielen Erfahrung, Fokus, Empathie und noch viele weitere Faktoren eine Rolle, die letztlich dafür sorgen, dass kein Berater wie der nächste ist.

 

Fokussiere Dich auf Dich

Und da sind wir auch gleich schon beim ersten (und vermutlich wichtigsten) Tipp. Richte unbedingt zuerst den Blick nach innen, bevor Du Dir das Drumherum ansiehst.

Denn mit der Konkurrenz ist es ein wenig so, wie mit einem schlimmen Unfall. Du möchtest eigentlich gar nicht hinsehen, schaffst es aber gleichzeitig nicht, wegzusehen.

Doch zu sehr auf die anderen zu gucken, führt letztlich nur dazu, dass Du Dich (unbewusst) beeinflussen lässt. Dinge übernimmst, die Dir gefallen. Und fremde, statt eigener Ideen umsetzt.

Und ganz unbewusst verlierst Du dabei den Blick auf das Wesentliche: nämlich Dich. Und das, obwohl Du als Selbstständiger DAS entscheidende Kriterium in Deinem Business bist.

Das ist unterm Strich nicht nur blöd, sondern auch gefährlich. Denn nur, wenn Du Dich wirklich auf das konzentrierst, was DU willst, wird es „Dein“ Business sein und wirklich zu Dir passen.

 

Nutze Deine Stärken

Beginnen willst Du also immer mit einer Inventur Deiner Stärken, Fähigkeiten, Erfahrungen und Vorlieben. Was kannst Du? Worin bist Du gut? Bei welchen Themen bitten Dich Deine Freunde um Rat? Und was macht Dir so viel Freude, dass Du es am liebsten jeden Tag tun würdest?

Du kannst Dir sicher sein: eine Kombination dieser Dinge wird Deine perfekte Business-Idee und damit auch Nische sein.

Wie genau Du auf Deiner Suche Schritt-für-Schritt vorgehst – gespickt mit jeder Menge Beispiele – habe ich übrigens in diesem genau erklärt. Dazu gibt es ein Arbeitsblatt, das Dich in Deinen Überlegungen unterstützt.

Finde Deine Nachfrage

Daher willst Du Dich auch nicht „einfach“ auf ein Thema stürzen, das Dir gefällt und für das Du Dich interessierst. Das soll natürlich auch vorhanden sein, aber als alleiniges Kriterium ist das zu wenig.

Denn nur weil es Dir gefällt und Du glaubst, dass „die Menschen“ dieses Angebot brauchen, bedeutet das nicht, dass sie es auch wollen. Dies ist aber die Voraussetzung für ein erfolgreiches Business. Nur, wenn es eine solide Nachfrage für Deine Angebote gibt, kannst Du ein erfolgreiches Business mit diesem Thema aufbauen.

Wissen solltest Du folgendes:

 

VErsprich ihnen, was sie wollen und gib ihnen, was sie brauchen

Das, was die Leute wollen und das was sie brauchen ist nicht immer dasselbe. Doch nur, wenn Du ihnen gibst, was sie wollen, werden sie auch kaufen.

Beispiel: fast alle meine Kunden sind auf der Suche nach Tipps & Tricks für mehr Reichweite auf Social Media. Denn sie wollen ja ihr Business erfolgreich vermarkten. Was sie oft nicht sehen ist, dass die Basis ihres Business noch nicht ganz rund ist und/oder es für sie erfolgsversprechender ist, sich erstmal auf organisches Wachstum über die Suchmaschinen zu konzentrieren, bevor sie sich in die sozialen Medien stürzen. Dies lernen sie jedoch in meinem Coaching und sind im Nachhinein froh darüber.

 

Kenne Deine (zukünftigen) Kunden

Zu glauben, dass es eine Nachfrage für etwas gibt, ist ein guter Startpunkt. Doch das alleine reicht nicht. Um sicherzugehen, musst Du es wissen. Und das wiederum bedeutet, dass Du Deine zukünftigen Kunden und ihre Sorgen, Fragen, Hürden und Wünsche kennen musst.

Das ist natürlich – gerade zu Beginn – wieder leichter als gesagt. Aber die solide Grundlagenarbeit ist das, was darüber entscheidet, ob Du den richtigen Weg einschlägst und gezielt die richtigen Dinge tust. Oder ob Du einfach auf gut Glück losläufst und darauf hoffst, dass es klappt.

Daher „zwinge“ ich auch jeden meiner Kunden zu einer gewissen Menge an Grundlagenarbeit (i.e. Wunschkundenrecherche). Denn auch wenn das eine nervige und ausgesprochen mühsame Arbeit ist – sie lohnt sich nicht nur, sondern zahlt sich mit der Zeit mehr als aus.

 

Glaube an Dich, egal was andere sagen

Wir selber sind ja leider unsere größten Kritiker und neigen leider viel zu oft dazu, manche Dinge gar nicht zu beginnen (oder nur mit angezogener Handbremse anzugehen), obwohl wir es eigentlich gerne tun würden. Und im Zweifel auch wissen, dass es der richtige Schritt wäre.

Das Webinar, vor dem Du Dich vielleicht noch drückst. Oder das schon „lange geplante“ Facebook-live. Oder eine komplett andere Idee.

Statt es einfach mal zu versuchen, lassen wir es lieber bleiben. Ich bin da auch nicht immer sicher vor. Habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass mein Bauch in der Regel sehr genau weiß, was richtig ist und dass es den Versuch immer wert ist.

Daher habe ich z.B. auch meine Webinar-Serie einfach gestartet und zwar so, wie ich sie haben wollte. Ohne nervigen „Du bist heute hier, weil“-Teil und nicht als Verkaufsveranstaltung. Und das entgegen jeder Empfehlung, die mir alle sagen wollten, dass so eine Serie zu viel Arbeit sei und niemand kaufen würde ohne Verkaufsteil und 5 Folgemails.

Du ahnst schon, was nun kommt: natürlich habe ich seitdem mehr Kunden gewonnen, als davor und die Webinare kommen bestens an, obwohl ich nichtmal Werbung dafür mache…

Warum? Weil es zu mir passt und weil es für mich ein wunderbares Tool ist, um potenziellen Kunden zu zeigen, wie ich arbeite. Und vielleicht auch, weil ich einfach mal etwas anders mache, als die meisten.

Daher: glaube an Dich und Deine Ideen und gib jeder davon die Chance, die sie verdient. Probiere aus, was zu Dir passt. Aufhören kannst Du immer noch, wenn es nicht so läuft, wie Du es Dir wünschst.

 

Bleibe up to date

Denn unterm Strich ist nichts für die Ewigkeit. Du wirst Dich verändern. Der Markt wird sich verändern. Und auch Dein Business wird sich verändern.

Dies ist eine ganz natürliche Sache. Arbeitest Du zu Beginn vielleicht ausschließlich mit Anfängern in Deiner Nische, wird irgendwann der Moment kommen, wo Du auch fortgeschrittnere Kunden anstrebst. Warum solltest Du auch die zufriedenen Kunden nun nicht mehr bedienen? Das sind doch diejenigen, die Du viel leichter zu weiteren Käufen bewegen kannst.

Daher willst Du immer up to date und offen für Neuerungen bleiben. Welche neuen Trends gibt es in Deiner Nische, die Dir vielleicht ein neues Feld eröffnen könnten? Welche neuen/anderen Dinge kannst Du anbieten? Was kannst Du neu hinzulernen, was Dein Business voranbringt?

Die Möglichkeiten sind unendlich.

 

Wenn es eine Sache gibt, die Du hoffentlich aus diesem Post mitnehmen kannst, dann die: Unternehmer zu sein bedeutet immer auch, etwas neues schaffen zu wollen. Neue Wege zu erschließen statt alten zu folgen. Dein Ding zu machen.

Und genau aus dem Grunde, geht es auch vielmehr darum, Deine eigene Nische zu erschaffen. Diese kleine „Sache“ zu finden, die Dein Business von den vielen anderen da draußen abhebt.

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